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Daten zur Geschichte der Kirche und Pfarre
Mariä am Waasen zu Leoben
Zusammengestellt aus Literatur und Quellen
von Dr. Günther JONTES
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12. Jahrhundert
- um 1149
- Nach einer unbestätigten Überlieferung Gründung einer Kapelle in der
Vorstadt am Waasen durch Konrad von Gleinck.
- 1160
- Erste Nennung eines Priesters an der Kirche: Marquardus de sancta Maria Liuben. Maria
am Waasen ist somit 28 Jahre vor der Pfarrkirche St. Jakob urkundlich erwähnt.
- 1185
- Rechtsstreit um die Kirche zwischen den Stiften Admont und Göß. Konrad von
Peilstein, Sohn des tatsächlichen Stifters gleichen Namens, stellt sich auf Seiten der
Admonter und erklärt, daß sein Vater Maria am Waasen im Schwachsinn an
Göß überantwortet habe. Dieser Rechtsakt sei deshalb ungültig. Beginn
eines jahrzehntelangen Streites.
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13. Jahrhundert
- 1210
- Entscheidung gegen Admont im Streit. Waasen wird von der Admont gehörigen
Urpfarre St. Michael bei Leoben unabhängig und fällt endgültig an das
Nonnenstift Göß, das von nun als Ersatz für entgangenes Einkommen
jährlich vier Mark an St. Michael zahlen muß. Damit ist die Waasenkirche wie die
Kirchen von Göß/St. Andreas, Tragöß, St. Dionysen bei Bruck und
St. Veit am Veitsberg gössisches Gotteshaus.
- 1222
- Waasen wahrscheinlich schon richtige Pfarre, allerdings nur im Umfang der ehemaligen
Eigenkirche mit Beschränkung auf das Siedlungsgebiet der Vorstadt. Seelsorger in diesem Jahr
ist Dietricus.
- 1230
- Papst Gregor IX. bestätigt dem Stift Göß den Rechtstitel auf die
"ecclesia sanctae Mariae iuxta Leuben" ("Kirche der heiligen Maria bei Leoben"). Göß
hat künftighin das Recht, den Pfarrer bei einer Neubesetzung vorzuschlagen. Bestätigt
wird dieser vom Salzburger Erzbischof.
- 1298
- Mit "Dypoldus Capellanus" erstmals ein Kaplan genannt.
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14. Jahrhundert
- um 1370
- Baubeginn des Leobener Bürgerspitals am waasenseitigen Brückenkopf der
Mur als Stiftung der Leobener Bürger Heinrich und Dietrich Pierer, das in enger Verbindung
zur Waasenkirche steht. Pfarrer zu dieser Zeit ist der 1368 erstmals genannte Hans Kheiner
von Costnitz
- 1371
- Weihe der Bürgerspitalskirche durch Bischof Blasius Milensis.
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15. Jahrhundert
- 1415
- Nennung der "Herrenbruderschaft", deren Aufgabe wahrscheinlich in der Miterhaltung des
Bürgerspitals besteht
- 1433
- Stiftung eines Seelengottesdienstes in der Kirche zu Waasen mit Haus, Hof und Garten von
Seiten der Witwe Margareta des Ringschemerl. Es ist dies eines der vielen Beispiele für die
gerade in diesem Jahrhundert üblichen großzügigen frommen Widmungen.
- 1480
- Jahr der Landplagen: Türkeneinfall, Pest und Heuschrecken. Die Kirche wahrscheinlich
beschädigt.
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16. Jahrhundert
- 1507
- Pfarrer Caspar Durrmayr, dessen Grabstein als ältester in Waasen erhalten geblieben
ist, stirbt.
- 1513
- Regierungserlaß gegen die Sekte der Wiedertäufer verkündet.
- ab ca. 1520
- Verstärkter Einfluß des Protestantismus auch in Waasen, Kaplan Wolfgang
Hörbst wird 1530 als "beweibt" bezeichnet.
- 1530
- Strafprozeß gegen Pfarrer Haselprunner wegen angeblichen Todschlages an einem
Halterbuben als Dokument der antikatholischen Strömungen. Freispruch des Pfarrers.
- um 1540
- Dem Pfarrer Florian wird der Ausschank von Wein wegen Schädigung der umliegenden
Wirtshäuser verboten.
- 1580
- Niedergang des katholischen Glaubens in Waasen zeigt sich in einer Petition der Pfarrinsassen
an die Äbtissin in Göß gegen den damaligen Pfarrer Georg Hauser, dem "grobes,
tolles, unsinniges, wütendes Leben mit Gotteslästerung", "schändliche Ausrichtung
der Leute" und Schuldenmacherei vorgeworfen wird. Er wird außerdem als verheiratet
genannt.
- 1581
- Bürgermeister und Stadtrichter sowie zwei Drittel der Einwohnerschaft sind protestantisch.
Der evangelische Prädikant Hans Hammer, ein geborener Leobener, wohnt in der Waasen
- Vorstadt.
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17. Jahrhundert
- 1600
- Rekatholisierung der Leobener Bürgerschaft durch Zwangsmaßnahmen des
Landesfürsten.
- 1614
- Das Stift Göß zieht den Grundbesitz der Kirche Maria am Waasen ein, ernennt
bis 1668 keine Pfarrer mehr und läßt die Kirche durch Vikare meist von Göß
aus verwalten.
- 1619
- Beginn des ersten Taufbuches. Vikar ist Wilhelm Klingenberger.
- 1650
- Brand der Kirche. Die Glocken zerschmelzen im Turm.
- 1667
- Große Feuersbrunst in der Vorstadt Waasen. Der Pfarrhof wird vernichtet, die Kirche
beschädigt.
- 1687
- Stiftung und Erbauung der Häuselberg-Kapelle durch den Leobener Bierbrauer Alexander
Pann.
- 1688
- Stiftung des Kapuzinerklosters (an der Stelle des heutigen Landeskrankenhauses) durch Maria v.
Thessalon. Bis zur Aufhebung des Klosters 1809 leisten die Mönche Mithilfe bei der Seelsorge.
- 1689
- Matriken-Eintragungen: 13 Geburten, 36 Sterbefälle, 6 Trauungen. Ab diesem Jahr sind Tauf-,
Sterbe- und Trauungsbücher komplett.
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18. Jahrhundert
- 1716
- Die letzte Leobener Pestepidemie verschont die Waasenvorstadt. Die dankbare Pfarrgemeinde
stiftet ein großes Votivbild, das noch heute erhalten ist.
- 1750
- Matriken-Eintragungen: 17 Geburten, 12 Sterbefälle, 3 Trauungen.
- 1762
- Die Pfarre hat 605 Bewohner, davon 202 männlichen und 272 weiblichen Geschlechts,
die beichtpflichtig sind, außerdem an geistlichen Personen einen Pfarrer, einen Kaplan, 23
Kapuziner und 2 Einsiedler.
- 1786
- Veränderung des Pfarrumfanges: Leitendorf, Hinterberg, Donawitz und Thal kommen von
der Stadtpfarre St. Jakob an Waasen, "um allen Familien nach der höchsten Willensmeinung
des Monarchen Josef II. bequemlicher zu machen, dem sonn- und feiertäglichen Gottesdienst
beizuwohnen und die Hl. Sakramente schleuniger empfangen zu können".
- 1787
- Übertragung des marianischen Gnadenbildes von der durch Regierungsbeschluß
abgeschaften Häuselberg-Kapelle in die Waasenkirche, die damit Wallfahrtskirche wird.
- 1794
- Die Bürgerspitalskirche wird aufgelassen und zu einem Feuerlöschrequisitendepot
umgewandelt.
- 1797-1810
- Leobener Franzosenzeit. Durch den ständigen Durchmarsch eigener, verbündeter
und feindlicher Truppen sowie durch die rigorosen französischen Beschlagnahmungen und
Kontributionen erleiden die Vorstadt Waasen und die Pfarre schweren materiellen Schaden.
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19. Jahrhundert
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Unterirdische Karner unter der Sakristei (Zustand 1976)
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- 1826
- Kajetan Kornet stiftet aus Dankbarkeit seine Kriegsmedaillen dem Gnadenbild.
- 1827-1845
- Pfarrer ist Wolfgang Obhof. Unter ihm Unstimmigkeiten mit der Leobener Gemeindeverwaltung,
weil durch die neue Führung der Trasse der Kärntner Straße Pfarrgründe
geschmälert werden
- 1850
- Matriken-Eintragungen: 42 Geburten, 43 Sterbefälle, 22 Trauungen.
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- 1853
- Kaplan Karl Hoffmann stirbt auf einer Heiligland-Pilgerfahrt in Beirut.
- 1871
- Fürtsbischof Johann Baptist Zwerger von Seckau erteilt in Waasen 700 Jugendlichen
die Hl. Firmung.
- 1875
- Matriken-Eintragungen: 211 Geburten, 141 Sterbefälle, 54 Trauungen.
- 1880
- Volksmission im Jubeljahr. Die Seelenzahl beträgt 5784. Dies ist auf das rasante Anwachsen
der Eisen- und Stahlindustrie in dem zu Waasen gehörenden Donawitz zurückzuführen.
- 1885
- Einweihung der Volkschule Donawitz.
- 1886
- Auflösung des Waasen-Friedhofes wegen des neuen Zentralfriedhofes und des Friedhofes
in Donawitz.
- 1890-1902
- Pfarrer Anton Neißl, zuvor Pfarrer von Oberzeiring.
- 1893
- Gründung des Katholischen Volks- und Arbeiterbildungsvereines Donawitz.
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20. Jahrhundert
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- 1900
- Matriken-Eintragungen: 493 Geburten, 386 Sterbefälle, 133 Trauungen. Die Pfarre Waasen
umfaßt 11700 Einwohner, davon 11500 Katholiken.
- 1902
- Fürstbischof Dr. Leopold Schuster von Seckau visitiert die Pfarre und firmt 1056
Jugendliche
- 1903-1917
- Pfarrer ist Karl Schweitzer, zuvor Kaplan in Waasen
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- 1903
- Neubau des Pfarrhofes unter dem Patronatsherrn Baron Franz v. Mayr-Melnhof.
- 1904
- Volksmission durch die Redemptoristen.
- 1907
- Rückerwerbung des Mesnerhäuschens von der Stadtgemeinde.
- 1906
- Zwecks Errichtung einer neuen Pfarre wird in Donawitz Grund für den zukünftigen
Kirchenbau angekauft und ein Bauverein gegründet.
- 1910
- Die Pfarre Waasen betreut 14348 Katholiken.
- 1914-1918
- Im Ersten Weltkrieg sind 116 Pfarrangehörige gefallen.
- 1917-1930
- Pfarrer Dr. Anton Thir (danach Pfarrer von Bruck a. d. Mur). In seiner Amtszeit gab es folgende
Kapläne: Friedrich Scheikl, Anton Guttmann, Dr. Franz Jäger, Viktor Lipusch, Karl
Greistorfer, Rochus Kohlbach, Gottfried Frieß, Franz Schaller, Karl Neuhold, Josef Pfandl,
Johann Rosenberger.
- 1918
- Weihe der neuen Kapelle im Stephaniespital (heutiges Landeskrankenhaus).
- 1921
- Volksmission der Grazer Dominikaner mit 2734 Kommunikanten. Visitation durch Fürstbischof
Dr. Leopold Schuster. Gleichzeitig Firmung von 1058 Jugendlichen.
- 1922
- Katholikentag in Leoben.
- 1925
- Matriken-Eintragungen: 320 Geburten, 392 Sterbefälle, 116 Trauungen.
- 1929
- Donawitz wird zur Stadt erhoben, die Pfarre Waasen erstreckt sich deshalb kurioserweise über
das Gebiet zweier Städte.
- 1930-1938
- Pfarrer Franz Weinhandel, zuvor Pfarrer in Kindberg, danach Pfarrer in Gleisdorf. Kapläne
waren: Franz Geweßler, Alfred Wedenik, Johann Pair, Paul Trifter, Josef Bilek, Josef Tieber,
Franz Thöringer, Josef Jaklitsch.
- 1938-1945
- Pfarrer Dr. Richard Lebitsch, vorher Kaplan in Voitsberg. Unter ihm kommen Dr. Josef Laufer
und Dr. Christian Judmaier als Kapläne nach Waasen.
1939 Schaffung von Groß-Leoben durch Zusammenschluß der Stadtgemeinden Leoben
und Donawitz und der Marktgemeinde Göß.
- 1939-1945
- Zweiter Weltkrieg. Die Glasgemälde werden als kostbarer Kunstschatz ausgebaut und im
Mayr-Melnhof'schen Jagdhaus auf der Hochalm in Sicherheit gebracht. Insgesamt fordert der
Zweite Weltkrieg laut Kriegerdenkmal in der Kirche 78 Gefallene aus den Reihen der Katholiken
des Pfarrbereiches.
- 1940
- Abschaffung des Religionsunterrichtes in den Schulen, der in der Folgezeit auf freiwilliger Basis
in Kirche und Pfarrhof fortgesetzt wird.
- 1943
- Erster Fliegerangriff auf Leoben. Der Keller des Pfarrhofes wird Luftschutzkeller.
- 1945
- Die Russische Besatzungsmacht beschlagnahmt für kurze Zeit Pfarrhof und Kirche.
Pfarrprovisoren nach der Versetzung des bisherigen Pfarrers nach Graz sind Kaplan Dr. Josef Laufer
und anschließend Josef Jaklitsch, der spätere Pfarrer von Donawitz.
- 1946
- Am 1. Juni Gründung der Pfarre St. Josef in Donawitz. Dadurch Entlastung der Pfarre in
seelsorglicher Hinsicht.
- 1946-1968
- Pfarrer Josef Bauer, zuvor Kaplan in St. Xaver zu Leoben.
In seiner Dienstzeit treten folgende Kapläne ein: Karl Wurzinger, Vinzenz Hasenburger, August
Cebul, Rudolf Friedl, Aushilfskaplan P. Amandus Rauen, Franz Temmel, Alois Frühwirt (später
Pfarrer von Göß), Leopold Köcher, Franz Ertl, Paul Fuchs, Anton Neuhold, Stefan
Herits, August Jamnig, Alois Wieser, Josef Zenz (späterer Pfarrer von Leoben-Lerchenfeld),
Hans Salzmann, Georg Stoff (später Pfarrer von Leoben-Hinterberg), Johann Edlinger, Walter
Hübler, Konrad Karner (seit 1976 Pfarrer von Irdning).
- 1947
- Wiedereinsetzung der restaurierten Glasgemälde. Gründung der Frauenkongregation.
- 1949
- 800-Jahr-Feier der Pfarre Waasen.
- 1950
- Matriken-Eintragungen: 176 Geburten, 120 Sterbefälle, 52 Trauungen.
- 1956
- Bischöfliche Visitation durch Diözesanbischof Dr. Josef Schoiswohl mit Firmung von
663 Jugendlichen.
- 1957
- Tod des Patronatsherrn Baron Franz Mayr-Melnhof.
- 1961
- Primiz des in Leoben geborenen Dr. Egon Kapellari, seit 1982 Bischof der Diözese
Gurk-Klagenfurt. Gründung der Legio Mariae in unserer Pfarre.
- 1965
- Beginn des Kirchenbaues in Leoben- Hinterberg.
- 1967
- Installierung einer elektrischen Kirchenheizung
- 1968
- Mit Jahresbeginn wird Hinterberg eigene Pfarre.
- 1969
- Amtsantritt des Pfarrers Karl Gölles, der zuvor Diözesanseelsorger der KAJ war. In
seiner Amtszeit sind als Kapläne Hans Feischl, Dr. Franz Sammt (Religionsprofessor
und Provisor in Leoben-Lerchenfeld) und Mag. Alois Sosteric (Parrer in Hinterberg und anschließend
in Graz-Herz Jesu) eingetreten.
Carl-Anton Graf Goess-Saurau legt das Patronat über die Waasenkirche zurück.
Restaurierung und Doppelverglasung der Glasgemälde.
- 1970
- Eigenes Pfarrblatt "Wir" für die Pfarren Göß, Donawitz, Lerchenfeld und Waasen.
Erste Wahl eines Pfarrgemeinderates.
Vorsitzender ist Univ. -Prof. Dipl. Ing. Dr. Wolfgang Aggermann-Bellenberg.
- 1973
- Innenrenovierung der Kirche und Anschaffung von neuen Kirchenbänken. Pfarrer Gölles
wird aufgrund der neuen Dekanatseinteilung Dechant von Leoben.
- 1974
- Wahl des Pfarrgemeinderates. Vorsitzender ist wieder Univ. -Prof. Dipl. Ing. Dr. Wolfgang
Aggermann-Bellenberg.
Renovierung der Häuselbergkapelle durch die KAB.
- 1975
- Bischof Johann Weber visitiert die Pfarre.
Matriken-Eintragungen: 73 Geburten, 70 Sterbefälle, 29 Trauungen.
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- 1976
- Renovierung der Seitenaltäre durch Restauratorin Prof. Mag. Isabella Lang-Kaml.
Installierung einer Lautsprecheranlage in der Kirche.
Baubeginn für den neuen Pfarrhof nach Plänen der Architekten Diether Spielhofer und
Josef Hinger.
- 1978
- Wahl des neuen Pfarrgemeinderates. Vorsitzender ist OBR Dipl. Ing. Josef Hinger.
Einweihung des neuen Pfarrhofes durch Generalvikar Mag. Leopold Städtler.
Der alte Pfarrhof wird Jugendzentrum (Treff 265).
- 1979
- Dechant Karl Gölles feiert beim Pfarrfest sein Silbernes Priesterjubiläum in Anwesenheit
seiner beiden geistlichen Brüder.
- 1980
- Firmung durch den Admonter Abt Dr. Benedikt Schlömicher.
Die Singgemeinschaft Waasen unter der Leitung von Jakob Geßlbauer bringt Josef Haydns
Oratorium "Die Schöpfung" zur Aufführung.
Beginn der zweiten Dechant-Periode von Pfarrer Gölles.
Die Murbrücke der neuen Schnellstraße wird fertiggestellt.
Der westliche Brückenkopf liegt auf dem Gelände des ehemaligen Obstgartens der Pfarre.
- 1981
- Ein neuer Weihwasserkessel wird angeschafft.
Am Steirischen Katholikentag in Graz nehmen 500 Leute aus der Waasenpfarre teil. Für die vor
längerer Zeit abgebrochene "Dermutzkapelle" an der Moserhofgasse läßt die
Stadtgemeinde Leoben eine moderne Christophorusstatue des Bildhauers Hans Muhr zwischem altem
Pfarrhof und Straße aufstellen, die beim Pfarrfest durch Rektor Josef Fink eingeweiht wird.
Feierliche Christmette mit dem neu ernannten Bischof von Kärnten, Dr. Egon Kapellari.
- 1982
- Wahl des neuen Pfarrgemeinderates. Vorsitzende in dieser Periode sind Dr. Heinz Weninger
(verstorben 1982), Dr. Ernest Fantner (verzogen), Prof. Mag. Helmut Gesslbauer. Der ehemalige Pfarrer
von Waasen Josef Bauer (1946-1968) stirbt.
Kaplan Sosteric übernimmt als Pfarrer die Pfarre Leoben-Hinterberg.
Dr. Peter Schleicher, nunmehr Pfarrer in Mürzzuschlag, wird Hochschulseelsorger in Leoben und
hält jeden Sonntag in Maria am Waasen einen Studentengottesdienst.
Renovierung des Kirchenvorraumes und Aufstellung eines neuen Schriftenstandes.
1000. Treffen der Ligio Mariae der Pfarre Waasen seit 1961.
- 1983
- Für das Hl. Grab wird eine Statue des toten Heilandes angekauft.
Der barocke Bildstock vor dem Landeskrankenhaus Leoben wird versetzt und renoviert.
Die Leitendorfer Walpurgiskapelle ("Steinbruchkapelle") wird auf Initiative von Direktor OSR Eduard
Lauermann von der Pestalozzi-Hauptschule restauriert.
Firmung durch Ordinariatskanzler Johann Reinisch.
Gerald Wagner wird Pastoralassistent. 400 Leute aus der Pfarre nehmen am Österreichischen
Katholikentag in Wien teil.
- 1984
- Erneuerung des elektrischen Geläutes und des Uhrwerkes auf dem Turm der Waasenkirche.
Das Dach der Kirche wird neu mit Eternit gedeckt.
Erste gemeinsame Fronleichnamsprozession der Pfarren Maria am Waasen, Leoben-St. Xaver, des
Rektorates St. Jakob und des Redemptoristenkollegs.
Die künstlerisch bedeutsame, barocke Marienstatue im Bildstock auf dem ehemaligen Friedhof
wird von Frau Mag. Sabine Aggermann restauriert.
- 1985
- Einteilung der Pfarre in zehn Wohnviertel.
Gründung des Komitees zur Erneuerung der Orgel in der Waasenkirche unter dem Vorsitz von
Wilhelm Terler.
Restaurierung von zwei bemalten Biedermeier-Grabtafeln auf dem ehemaligen Waasenfriedhof.
Firmung durch den Admonter Abt Dr. Benedikt Schlömicher.
- 1987
- Wahl des neuen Pfarrgemeinderates. Bei 3120 wahlberechtigten Personen werden 1695 Stimmen
(54,3%) abgegeben und 20 Pfarrgemeinderäte mit dem Vorsitzenden Mag. Helmut Gesslbauer
gewählt.
Minister Dipl. Ing. Dr. Rudolf Streicher (Anfang der 70'er-Jahre Regenschori des Waasener Kirchenchores)
dirigiert ein Benefizkonzert für die Anschaffung der neuen Waasenorgel.
Dechant Pfarrer Gölles wird vom Bischof zum Konsistorialrat ernannt.
Statistik der Waasenpfarre 1987: 62 Taufen, 37 Trauungen, 66 Begräbnisse, 34 Austritte,
12 Wiedereintritte.
- 1988
- Als Großprojekt wird die Innenrenovierung der Waasenkirche durchgeführt. Neugestaltung der
Seitenkapelle als Taufkapelle und Gottesdienstraum. Aufstellung eines neuen Volksaltares, Restaurierung
der Altäre, Bilder und Statuen, sowie Freilegung eines gotischen Sakramentshäuschens im
Chor (schmiedeeisernes Gitter, gestiftet von Fam. Terler).
Die Kosten betragen rund 2,5 Millionen Schilling (180.000 €).
Ein Bus mit Gläubigen aus der Waasenpfarre fährt zum Papstbesuch nach Gurk in Kärnten.
- 1989
- Eine Statue des Hl. Antonius von Padua aus Altötting wird von Maria Demmerer gestiftet.
Visitation durch Bischof Johann Weber.
Statistik: 70 Taufen, 53 Begräbnisse, 26 Trauungen, 34 Austritte, 17 Wiedereintritte.
- 1990
- Deutschkurs für Flüchtlinge aus Rumänien und Jugoslawien im Pfarrhof.
- 1991
- Neuer Tabernakel und Ewiges Licht vom Leobener Goldschmied Michael Wieser für die
Taufkapelle von Dorli Strukely gestiftet.
- 1992
- Wahl des Pfarrgemeinderates mit der Vorsitzenden Edith Kräuter.
Weihe der neuen Orgel durch Bischof Dr. Egon Kapellari.
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Die neue Orgel wurde 1992 von der Orgelbaufirma Martin Pflüger aus Vorarlberg bebaut. Ihre Vorgängerin,
aus dem Jahre 1911 stammend (Fa. Hopfwieser/Graz), war nur mehr bedingt instandsetzungsfähig und wurde daher
aus technischen und finanziellen Überlegungen im Mai 1992 abgerissen.
Die neue Orgel soll nicht nur liturgischen Zwecken dienen, sondern soll für den ganzen Bezirk Leoben auch eine
kulturelle Aufgabe erfüllen in Form von
- Orgelkonzerten
- Durchführung des gesamtösterreichischen Orgelwettbewerbes ("Jugend musiziert")
- Organistenausbildung usw.
Das Instrument umfaßt zwei Manuale und Pedal, Schleifwindladen mit rein mechanischer Spiel- und Registertraktur
sowie zusätzlich elektronische Registriermöglichkeiten (8 Schlüssel mit je 64 Kombinationen ergeben
insgesamt 512 Speicherplätze), 28 Register, davon 4 Zungenregister ergeben 1859 Pfeifen, davon 118 in Holz.
9 Register bestehen aus gehämmerten Material. Schwellwerk vorhanden.
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Der Prospekt wurde vom holländischen Architekten Corneille Janssen in enger Zusammenarbeit mit der
Orgelbaufirma entworfen und entspricht in seiner Gestaltung einem Mittelweg zwischen Barock und Gotik. Durch
die hochragende Mittelpartie, zwei Seitenrisalisten und zwei gekrümmte Verbindungsflügel wird eine
lebendige Silhouette geschaffen, die durch rhythmische Einteilung der Pfeifenfelder ein ansprechendes
Gesamtbild ergibt.
Die Orgel wurde am 3.10.1992 durch den Kärntner Bischof Dr. Egon Kapellari (einem geborenen Waasener)
in feierlicher Form und unter großer Beteiligung der Leobener Bevölkerung eingeweiht.
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Disposition:
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Hauptwerk C-g'''
Bourdon 16'
Principal 8'
Gedackt 8'
Oktav
8'
Rohrflöte 4'
Quint 2 2/3'
Superoktav 2'
Mixtur 5f 1 1/3'
Cornett 5f 8'
Trompete 8'
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Schwellwerk C-g'''
Offenflöte 8'
Gamba 8'
Schwebung 8'
Oktav
4'
Spitzflöte 4'
Nazard 2 2/3'
Tierce 1 3/5'
Nachthorn 2'
Quint 1 1/3'
Plein Jeu 3f 2'
Oboe 8'
Tremolo
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Hauptwerk C-g'''
Subbass 16'
Oktavbass 8'
Gedacktbass 8'
Choralbass 4'
Octav
2'
Posaune 16'
Trompete 8'
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