Mariä Himmelfahrt am Waasen |
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D I E W A A S E N P F A R R E ,
eigentlich Pfarre "Mariä Himmelfart am Waasen" in Leoben umfasst heute Gebiete des
linken Murufers vom Stadtteil Hinterberg beginnend bis zur Murbrücke beim Hauptbahnhof. Zu
ihr gehören die Stadtgebiete Waasenvorstadt, Leitendorf, Teile an der Vordernbergerstraße,
Neudorf und Münzenberg. Waasen ist die Mutter der Pfarren Hinterberg (1968) und
Donawitz (1946) mit der seit 1. September 2000 ein Pfarrverband geführt wird.
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M A T R I K E N :
Die älteren Kirchenbücher wurden 1667 ein Raub der Flammen. Die neuen Matriken
beginnen erst im Jahre 1668.
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B A U G E S C H I C H T E :
Um 1400 wird der Chor der Kirche gebaut, 1485 ist nach dem Türkensturm von 1480 die
Umgestaltung der ursprünglichen Kapelle im gotischen Stil vollendet. Ein Blitzschlag zerstört
1652 den Kirchturm. Als Notturm dient bis 1898 ein Dachreiter über der Westfassade. Am
7. Juli 1901 wurde der jetzige neugotische Turm, errichtet nach Plänen des Arch. Hans Pascher,
eingeweiht. 1898 wurden bei Abbrucharbeiten für die Errichtung des neuen Turmes an der
Kirchenwestwand gotische Freskenreste mit Passionsdarstellungen gefunden, abgenommen und
in das Leobner Museum gebracht. Die letzte Außenrenovierung erfolgte 1998/99.
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I N N E N A U S G E S T A L T U N G
D E R K I R C H E :
Die gotischen Deckenfresken wurden bei der Innenrenovierung 1950 entdeckt. Das Hochaltarbild
wurde 1787 von der Wallfahrtsstätte am Häuselberg in die Waasenkirche gebracht.
Dort erbaute Johann Max Tendler 1845 dem Gnadenbild den heutigen Hochaltar. Erstmals wurde
1969 ein Volksalter in der Nähe der Kanzel aufgestellt. 1988 wurde die ehemalige Pedrella
des Seitenaltares zum neuen Volksaltar umgestaltet und ein Ambo dazukomponiert. Der Kreuzweg
und die barocke Kanzel von Mathias Krennauer stammen aus der 1787 abgetragenen Pfarrkirche Göß.
Bedeutend ist auch das Pestbild von 1716 auf der Nordwand.
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D I E G L A S M A L E R E I E N
des Chorschlusses verdanken Leobner Adeligen und Patriziern ihre Stiftung. Die 53 noch vorhandenen
Scheiben im zweijochigen Chor mit Fünfachtelschluss entstanden um 1410/20 und wurden 1969
letzmalig restauriert. Die ehemals vorhandenen Glasmalereien des Mittelfensters und die unteren Tafeln
der Seitenfenster wanderten 1845 - anlässlich der Errichtung des Hochaltares - nach Graz in die
Burgkapelle, von dort später in das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg.
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D I E P F L Ü G E R - O R G E L
mit 28 Registern errichtet 1992, löste die 1911 gebaute Hopferwieser-Orgel ab. Der Prospekt stammt
von Arch. Corneille Janssen.
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D E R P F A R R H O F
befindet sich "hinter" der Kirche an der Badgasse und wurde 1976/78 auf dem Grundstück des 1886
aufgelassenen Friedhofes nach Plänen der Architekten Herrad und Diether Spielhofer, sowie Josef
Hinger erbaut. Der "alte" Pfarrhof, jenes den Kirchplatz gegen Süden begrenzende Objekt, beherbergt
heute das Leobner Christliche Jugendzentrum Spektrum. Im Zuge des Pfarrhofneubaues wurden alle
Flächen innerhalb der Friedhofsmauer neu angelegt und der Kirchplatz mit Granitsteinen gepflastert,
welche bis dahin in der nahen Kärntnerstraße, nunmehr Waasenstraße, lagen.
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